Desktopkalender 2015 #SEPTEMBER

Wallpaper_SeptemberNa ja ein klein bißchen später, als ich geplant habe, aber manchmal kommt einfach was dazwischen!

Hier nun der Kalender für den September und wie Ihr schon merkt, selbst die Tage aufschreiben schaffe ich nicht mehr gut.

Hier nur ein paar wenige

1.09. Antikriegstag – hieß in der DDR Weltfriedenstag. Kann man sich überlegen, was man schöner findet. Irgendwann habe ich mal in einer Zeitung gelesen, dass es eine Zeit gab ohne Krieg (vor einigen hundert Jahren) wobei da gleich der Einwand kam, dass zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Teile der Erde „entdeckt“ waren und man das daher nicht mit letzter Gewissheit sagen kann. Es ist schon merkwürdig sich vorzustellen – auch angesichts der Flüchtlingsströme – dass in einigen Gebieten der Welt Menschen im Krieg leben müssen, während ich entspannt mit einer Tasse Tee in meinem Arbeitszimmer sitze und dies hier schreibe – draussen zwitschern Vögel und ein entspannter Kater liegt zusammengerollt auf meinem Schreibtisch.

08.09. Weltbildungstag – den gibt es bereits seit 1967 – leider habe ich das Gefühl es geht mit der Bildung bergab, aber das ist vielleicht nur eine subjektive Wahrnehmung. Ich könnte mich da jedenfalls regelmäßig über die Bildungspolitik aufregen – was mich – Ihr merkt – elegante Überleitung – zum gleichzeitig stattfindenden Welttollwut-Tag bringt.

13.09. Der zweite Sonntag ist in Deutschland Tag des Offenen Denkmals. Da öffnen traditionell viele Denkmäler ihre Tore – auch solche, die ansonsten eher nicht für den Publikumsverkehr geöffnet sind. Einfach mal im Veranstaltungsprogramm schauen.

http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/

19.09. Sprich-wie-ein-Pirat-Tag  – AYE machen wir

25.09. Tag des Deutschen Butterbrots (immer der letzte Freitag im September) – Dazu muss man einfach Malmsheimer hören und sein Wurstbrot

Außerdem hat der September unglaublich viele Unabhängigkeitstage zu bieten (Usbekistan, Vietnam, Katar, Swasiland, Brasilien, Mazedonien, Tadschikistan, Mexiko, Papa Neuguinea, Chile, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Guatemala, St. Kitts and Nevis,…) und es ist der Monat in dem wir uns natürlich verstärkt an den 11. September und die Folgen erinnern.

Und hier noch die diversen Formate:

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Solltet Ihr nicht wissen, wie man einen neuen Desktophintergrund ändert: Einfach Rechtsklick auf die Datei, nachdem Ihr sie heruntergeladen habt und dann den Punkt “Als Desktophintergrund auswählen” anklicken.

Solltet Ihr ein anderes Format brauchen, schickt mir einen Kommentar, ich versuche was ich machen kann.

Wenn Ihr nicht wisst welche Größe die richtige für Euren Computer ist, gibt es hier einen LINK. Beim Öffnen der Seite zeigt sie Euch Eure Auflösung an.

 

Kunstwerk der Woche – Raffael zeigt uns wofür die Evangelistenattribute noch so gut sind

Raphael_-_Ezekiel's_Vision

Je nachdem wie groß Eure Bildschirme sind, seht Ihr das Kunstwerk der Woche wahrscheinlich fast in Originalgröße. Zu sehen ist die Vision des Hesekiel. Wer mich und diesen Blog ein wenig kennt, weiß, dass es nicht unbedingt hell in meinem Gedächtnis leuchtet, wenn ich alttestamentarische Namen höre, deswegen musste ich auch ein wenig nachlesen.

Ihr werdet nicht glauben, was ich da so alles fand. Natürlich in erster Linie Bibelzitate, die die Stelle Ezechiel 1,4 nennen, in der der Prophet Ezechiel/Hesekiel Gott auf einem Himmelswagen angerauscht kommen sieht. Dieses Ereignis wird in dieser Stelle ausführlich beschrieben. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Seiten, die glauben, dass Hesekiels Vision von Ausserirdischen handelt und eine erste schriftliche Erwähnung des Kontakts mit bzw. der Sichtung von Aliens ist. Kurios.

Von den vier Evangelisten-Attributen wird aber weder bei der einen noch bei der anderen Sorte der Beschreibungen etwas erwähnt.

Hier sind es statt riesiger Räder allerdings

ein Mensch = Matthäus

ein Löwe = Markus

ein Stier = Lukas

ein Adler = Johannes

allesamt geflügelt und zwei Putten, die Gott zu tragen scheinen.

Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine künstlerische Freiheit Raffaels, der es in der Renaissance durchaus etwas lockerer mit den literarischen Vorlagen angehen lassen durfte.

Ich fand das Gemälde aber auch vor allem wegen seiner Dramatik spannend, den gigantischen Wolken, die die himmlische Truppe einhüllen und besonders im goldenen Teil aus unzähligen Puttenköpfen zu bestehen scheinen. Dieses Stilmittel gibt es auch bei der berühmten Sixtinischen Madonna aus Dresden. Aber das nur am Rande. Interessant ist auch der winzig kleine Ezechiel ganz unten hinten links, der das göttliche Licht durch die Wolken brechen sieht, im Verhältnis zu der überirdischen Reisegruppe aber verschwindend klein wirkt. Außerdem finde ich, dass der arme Adler doch recht ächzend das Gewicht von Gott Vater scheinbar alleine schleppt, ist wirklich unfair. Stier und Löwe sehen mehr überrascht aus. Nur der Mensch/Engel von Matthäus scheint ehrfürchtig aber entspannt zu sein.

Gemalt hat Raffael das Kunstwerk für einen Bologneser Auftraggeber, es befindet sich aber seit dem 17. Jahrhundert im Palazzo Pitti in Florenz.

So nach diesem Glutofenwochenende wünsche ich Euch einen erfrischenden Start in eine Übergangs-August/Septemberwoche. Später gibt es noch den Desktopkalender für September.

Titel: Die Vision des Ezechiel

Künstler: Raffael (1483-1520)

Daten/Fakten: 1518, 40 x 30 cm, Öl auf Holz

Aufbewahrungsort: Palazzo Pitti Florenz

Kunstwerk der Woche – Harmlose Landschaften von Lorrain, die an nachtragende Exfrauen erinnern und daran, dass Herakles fast überall seine Finger im Spiel hat

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Paris ist bekannt, weil er irgendwie ja den Trojanischen Krieg mit ausgelöst hat. Die Geschichte kennt Ihr sicher alle, daher hier nur ganz kurz noch mal die Fakten:
Hochzeit Peleus und Thetis (eine Göttin – Eris – die Göttin der Zwietracht – wird nicht eingeladen) – Rache ist Blutwurst – Goldener Apfel wird von ihr unter die Gäste geworfen –  Gravur „DER SCHÖNSTEN“ – Streit zwischen Athena, Hera und Aphrodite – alle drei wollen den Apfel – daher Zankapfel genannt – Paris (schönster aller Sterblichen) muss entscheiden – er ist nicht nur Richter in dieser Frage sondern auch Sohn von Priamus – somit Trojaner – später noch wichtig – Drei Bestechungsversuche – Hera: Weltherrschaft – Athena: Weisheit – Aphrodite: Die schönste aller Frauen – Paris ist kein James Bond Schurke und nicht Stephan Hawking – will daher Frau – Frau heißt Helena – dummerweise schon verheiratet (aber nicht nur die, dazu gleich mehr) – also Kidnapping – wenn Schönster aller Sterblichen kidnappt – Gegenwehr übersichtlich – Ehemann aber not amused – daraufhin Krieg. Trojanischer Krieg wohlgemerkt! Soweit die Telegrammvariante.

Nun muss man sich aber auch fragen, was hat der Schönste aller Sterblichen denn so für Romanzen bevor er in diesen Intrigenstrudel gezogen wurde? Er war mit der Nymphe Oinone verheiratet. Und jetzt auch hier kurz die Geschichte:

Paris verlässt Oinone wegen Helena und ist dann mal etliche Jahre weg – Paris wird von Pfeilen getroffen – Pfeile vergiftet mit dem Gift der Lernäischen Hydra (siehe Herakles Taten) – schleppt sich zu seiner ersten Frau – Oinone = Heilerin – im Besitz des Gegengifts – nachtragend sauer, weil sitzengelassen – daher: NÖ!! Kein Gegengift – Paris sucht nächsten Arzt auf – stirbt aber doch – Oinone denkt sich inzwischen: Na,ja warum denn eigentlich nicht (oder für die Romantiker: Ich liebe ihn noch immer) – rennt hinterher – doch Paris ist schon tot – Oinone springt zu ihm ins Feuer (Feuer-Bestattung) und stirbt mit ihm.

Ende. Die alten Griechen nehmen es mit ihren Geschichten in puncto Dramatik mit jeder Südamerikanischen Telenovela auf.

Wenn man sich jetzt die friedliche Landschaft anschaut, die Claude Lorrain geschaffen hat, ist es doch interessant, dass er dem ganzen den Titel Landschaft mit Paris und Oinone gibt. Denn automatisch wird jeder, der die Geschichte kennt ziemlich sicher an die dramatischen Geschehnisse denken, die noch folgen werden, die hier aber noch nicht zu erahnen sind. Spannend wie ich finde.

Sei es wie es sei – Lorrain ist ein Meister der Bildstaffelung und schafft Raumtiefe in seinen Gemälden, die sich sehen lassen kann. Er baut dabei auf kleiner Hinguckerlis rechts und links oder in der Mitte, die das Auge des Betrachters, wie ein gut geschulter Reiseführer, durch die Szene lotsen. Das gefällt mir immer wieder gut bei ihm. In diese Kunstwerke kann man wahrlich hineintauchen.

Damit wünsche ich Euch einen guten Start in die Woche und bin ganz seelig, dass ich gerade eine Serie von drei Wochen in Folge das Kunstwerk der Woche. Alles wird gut.

Titel: Landschaft mit Paris und Oinone

Künstler: Claude Lorrain (1604/5 – 1682)

Daten/Fakten: 1648, 118 x 150 cm, Öl auf Leinwand

Aufbewahrungsort: Louvre, Paris

Kunstwerk der Woche – Daniel Chodowiecki zeigt was sich im Hirn eines Künstlers tummelt

Wer jetzt hofft, so wie bei Bones oder anderen berühmter TV-Pathologen Einblick in rosane glitschig-feste Masse zu bekommen, den muss ich enttäuschen, denn Chodowiecki hat nicht etwa die Schädeldecke entfernt und realistisch dargestellt, was man da so sieht, sondern wollte vielmehr zeigen, was sich so alles in seinem Gehirn tummelt und das ist einiges.

Wir sehen hier Menschen beider Geschlechter und aller Altersgruppen, Putten und Schädel aber auch Tiere. Dabei geht die Spanne vom Schwein, Pferd, Huhn und Gans über Kuh und Ziege bis hin zu Löwen und Affen. Ein wildes Getümmel was sich hier so zusammen gefunden hat.

Spannend ist der Künstler Daniel Chodowiecki, der leider weitestgehend unbekannt ist, aber eigentlich sehr fortschrittlich in seiner Zeit war. Zudem war er einer der beliebtesten Kupferstecher und Buchillustratoren des 18. Jahrhunderts und erfreute sich vieler renommierter Aufträge. Sein Gesamtwerk ist sehr groß und seine Werkstatt war über die Landesgrenzen hinaus für ihre enorm gute Qualität bekannt.

Langjährige Leser wissen, dass ich mich immer ein wenig schwer damit tue Kunst nach in Kategorien einzuordnen, die meiner Meinung nach nicht immer passen. Chodowiecki (1726-1801) gilt als Begründer des Berliner Naturalismus. Na ja mag man so sehen. Tatsache ist aber auf jeden Fall und das zeigt auch der Blick in sein Gehirn, dass ihn der Mensch und die Natur fasziniert und beschäftigt hat. In diesem Fall nur die Lebewesen menschlicher und tierischer Art aber die dafür sehr ganzheitlich. Außerdem hat sich Chodowiecki in den Dienst der Aufklärung gestellt und das ist ja ganz nach meinem Geschmack.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche und was wäre wohl zu sehen, wenn Chodowiecki Euer Hirn zeichnen würde? :)

Ich habe leider keine Daten und Fakten zu der Radierung gefunden.

Workshop Visualisierung für Flipcharts und Co.

workshop_sketchnotelovers_inhaltsübersicht

Ab und an mischen sich die beiden Welten. Eigentlich ist die Wissenswürze ja mein privates Vergnügen mit Themen aus meinem privaten Interessensschatzkästchen, aber manchmal möchte ich alle Kanäle nutzen.

Aufgrund von einiger Nachfrage mischen sich nämlich nun zu den regulären Auftragsarbeiten (Sketchnotes und Grafik Design) und Inhouse-Schulungen auch noch freie Workshops an denen jede/r teilnehmen kann, der oder die Interesse hat.

Da beim ersten Sketchnotes-Kurs die Wissenswürze ein gutes Mittel war, viele Menschen zu erreichen, nutze ich es diesmal auch. :)

Also es gibt zwei Termin für den Herbst wo ich allen Interessierten beibringe, wie man attraktive und kreative Flipcharts gestaltet und Protokolle, die gerne noch einmal in die Hand genommen werden. Näheres findet Ihr hier. Vielleicht sehen wir uns ja!

Kunstwerk der Woche – Goethe macht Urlaub in der Campagna

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Heute endlich mal wieder ein Kunstwerk der Woche. Während ich immer wieder gefragt werde, ob ich denn auch fein Urlaub mache, weil es ja das Sommerloch gibt und es hier so ruhig ist, muss ich sagen: „Nein, Sommerloch habe ich nicht (leider aus Sicht des urlaubswilligen Anteils in mir – gottseidank aus Sicht der Unternehmerin)!“ Daher wird es auch in der nächsten Wochen wohl nicht ganz so lebhaft zugehen, wie im letzten Jahr, aber immerhin habe ich mir selbst den Sonntag als freien Tag verordnet und da werde ich hoffentlich hin und wieder Zeit finden ein wenig Leben in die Wissenswuerze zu bringen.

Da ich Italien sehr mag, kann ich natürlich Goethes Italienverliebtheit nachvollziehen und habe vollstes Verständnis. Was liegt also näher in Zeiten in denen viele Menschen in Urlaub fahren und damit einher oft auch endlich Zeit haben zu lesen, ein Kunstwerk zu zeigen, dass den Dichterfürsten Goethe bei einem Aufenthalt in Italien zeigt.

Bei Wikipedia fand ich die zwei netten Zitate von Goethe über das Porträt:

In seinem zwischen 1813 und 1817 erschienenen Bericht über die Italienreise, der wiederum auf seinen Tagebüchern basiert, erwähnt Goethe das Gemälde mehrmals, so im Eintrag zum 29. Dezember 1786: „Ich soll in Lebensgröße als Reisender, in einen weißen Mantel gehüllt, in freier Luft auf einem umgestürzten Obelisken sitzend, vorgestellt werden, die tief im Hintergrunde liegenden Ruinen der Campagna di Roma überschauend. Es gibt ein schönes Bild, nur zu groß für unsere nordischen Wohnungen.“ Unter dem 17. Februar 1787: „Das große Porträt, welches Tischbein von mir unternommen, wächst schon aus der Leinwand heraus. Der Künstler hat sich durch einen fertigen Bildhauer ein kleines Modell von Ton machen lassen, welches gar zierlich mit einem Mantel drapiert worden. Darnach malt er fleißig, […].“

Günstig war, dass Goethe mit Tischbein in einer illusteren WG in Rom wohnte und so Maler und Modell nicht sonderlich weit von einander entfernt waren.

Es ist sicherlich Goethes entspanntestes Porträt und Tischbeins berühmtestes Werk. Einzig gibt es immer wieder Diskussionen, ob der Meister dem Schriftsteller und Poeten versehentlich zwei linke Füße gemalt hat. Aber wer achtet schon auf die Füße, wenn man antike Spolien, die italienische Landschaft und den restlichen Goethe betrachten kann.

In dem Sinne wünsche ich Euch wunderbare Sommerferien und viel Zeit um das zu tun, was Euch entspannt.

Titel: Goethe in der Campagna

Künstler: Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1802-1873)

Daten/Fakten: 1787, 164 x 206 cm, Öl auf Leinwand

Aufbewahrungsort: Städel, Frankfurt

Desktopkalender 2015 #AUGUST

entwurf 08 15

SOMMER!!! Endlich. Na ja ab und zu. Und dann auch eher heftig. Im Moment lebe ich in einem Wechselbad aus Hitze und ächzen, Gewitter und gruseln gefolgt von Bibbern und vorm Ofen hocken. So ein Wetter kennt man eigentlich aus dem April. Vorgestern hat es gehagelt wie wild gefolgt von strahlend blauem Himmel.

Nun denn so ist es halt, machen wir es uns sommerlich bunt auf dem Desktophintergrund. Von Sommerloch merke ich gottseidank gar nichts, aber darunter leidet die Wissenswürze nun weiterhin etwas. Ich bastel gerade aber immer mal wieder an ein paar neuen Kunstwerken und auch anderen Beiträgen. Lasst Euch einfach überraschen :)

Die interessanten Feiertag liefere ich heute oder morgen nach, aber im Moment ist wirklich wenig Zeit für anderes als die Arbeit.

Viel Spaß damit und hier noch die gängigen Formate zum runterladen.

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Kunstwerk der Woche – Michelangelo war ein Sketchnoter

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Ich bin mir sicher, es gibt sie bei jedem, diese alltäglichen Tätigkeiten, die sich immer wieder wiederholen. Ich weiß nicht, wie oft Ihr für gewöhnlich einkaufen geht, aber bei uns sind es mehrere Male die Woche, auch wenn es an manchen Tagen nur Brot und Milch ist. Man verbringt wahrscheinlich einen ansehnlichen Anteil seiner Lebenszeit in Supermärkten, Bäckereien und Co.

Als große Verfechterin des Handschriftlichen schreibe ich natürlich meine Einkaufslisten mit der Hand und manchmal, wenn ich sie schreibe, während ich nichts anderes machen kann, werden sie kleine Kunstwerke mit Zeichnungen und schöner Schrift.

Ich muss zugeben, dass ich auch immer schaue, was auf den zurückgelassenen Listen, der vor mir Einkaufenden, die im Einkaufswagen verbleiben, steht. Irgendein Schriftsteller sammelte die sogar, ich weiß aber leider nicht mehr wer es war.

Genug der etwas holprigen Einführung. Heute gibt es die Einkaufsliste von keinem geringeren als Michelangelo, der die interessante Technik benutzte, die Menüplanung tageweise zu untergliedern. Es gibt bei ihm Brot und Wein mit verschiedenen Beilagen (Tortellini, Salami, Spinat und Fisch). Irgendwie ist es beruhigend zu sehen, dass auch ein Genie, wie der Meister der Renaissance, Hilfe brauchte, um sich die alltäglichen Besorgungen merken zu können und das obwohl seine Liste, im Gegensatz zu meinen, doch recht übersichtlich ist.

Wenn man diese Wort-Bild-Kombination als Sketchnote versteht, ist das Erbe, das wir heutigen Sketchnoter antreten, schon ganz ordentlich :) und wer weiß, vielleicht wird irgendwann auch mal jemand viel Geld für eine Einkaufsliste von Mike Rohde bezahlen :).

Da mich die Sketchnotelovers im Moment sehr auf Trab halten, gibt es erstmal keine Versprechungen, was als nächstes veröffentlicht wird, aber ich versuche mal wieder ein wenig mehr in Tritt zu kommen.

Euch allen einen guten Start in die Woche. Und liebe Katja, Brigitte, Ines und Co. Ich lese Eure Beiträge, manchmal aber nur auf dem Smartphone und da ist kommentieren immer etwas nervig. Also fühlt Euch einfach gelesen.

 

Desktopkalender 2015 #JULI

Juli 15 draft

Heute nun in Vorahnung auf den Sommer, der ja diese Woche richtig über uns herein brechen soll, der Desktopkalender für den Juli. Meine Liebe zum „&“ wird mich wohl nie verlassen! Und nur zur Info, das Kunstwerk der Woche kommt diese Woche etwas später. Warum das so ist, werde ich noch berichten.

Genießt den Sommer und hier noch ein paar nette Gedenktage:

4. Juli Unabhängigkeitstag in den USA

Da Amerika ja bekannt ist für seine patriotischen Filme, denke ich, als jemand der nicht allzu oft mit der amerikanischen Kultur und Geschichte in Berührung kommt bei diesem Datum natürlich an die Filme: Independence Day, Geboren am 4. Juli und auch an das Vermächtnis der Tempelritter. In den USA ist es aber ein enorm wichtiger Feiertag. Bei Interesse einfach mal ein wenig googeln, da findet man viele interessante und kuriose Infos.

6. Juli Internationaler Tag des Kusses

Don’t talk – just kiss.

7. Juli Tanabata in Japan

Ich finde die Japaner haben ein unglaubliches Händchen für poetische Besonderheiten. Sie feiern am 7. diesen Monats das Sternenfest (Tanabata), was allerdings chinesischen Ursprungs ist. An diesem Tag treffen sich die zwei Sterne Wega (Sternbild Leier) und Altair (Sternbild Adler) am Himmel. Nach alter chinesischer Überlieferung stellen diese Sterne ein Liebespaar dar, welches das ganze restliche Jahr über durch die Milchstraße getrennt ist, weil ihre innige Liebe ihren Fleiß bei der Arbeit beeinträchtigt hat.

13. Juli Sei-stolz-ein-Geek-zu-sein-Tag

Geeks sind in – also mega hippstermäßig angesagt. Doch was sind Geeks eigentlich? Vor kurzem las ich eine Einordnung und endlich weiß ich wo der Unterschied ist:

NORMALO = Kein Know-how aber Sozialkompetenz

NERD = Know-how aber keine Sozialkompetenz

DORK = Weder Know-how noch Sozialkompetenz

GEEK = Know-how und Sozialkompetenz

Demnach sind die Geeks also ganz besonders coole Menschen, ebend wissend und nett. Wenn Euch also mal jemand als Geek bezeichnet, nehmt’s als Kompliment. Und am 13. Juli werden sie gefeiert.
Als kleine Buchempfehlung sei an dieser Stelle die wunderbare Reihe aus dem O’Reilly Verlag genannt, aus der wir zwei Bücher besitzen, die beide super sind. Eins mit den abgefahrensten Projekten rund ums Häkeln und Stricken, das andere mit spannenden Tipps zur Zubereitung des täglichen Essens.

9783868993561 9783868991253

17. Juli Weltgerechtigkeitstag

Ungerechtigkeit ertrage ich nur sehr schwer. So wie es uns gerade ereilt hat. Ein drängelnder Idiot hat uns beim Abbiegen überholt und ist uns in die Seite gefahren. Wir sind auf einer einspurigen Straße langsamer gefahren und haben geblinkt um nach links in eine Einfahrt zu fahren. In dem Moment hat der hinter uns fahrende Typ beschleunigt und wollte uns links überholen. Nun würde man doch meinen, dass der Schuld hat. Die Polizei war jedenfalls der Meinung. Er war die ganze Zeit hinter uns, hat dann aber einfach auch so aufs Gas gedrückt, dass man das nicht vorhersehen kann und mal ehrlich wer rechnet damit. Aber die Versicherung findet wir sind 1/3 mit Schuld, weil wir hätten ahnen müssen, dass uns jemand überholt. So ein Schwachsinn. Unser Anwalt meinte nur wir können froh sein, dass uns nicht die Hälfte der Schuld gegeben wurde. Gekostet hat uns diese Ungerechtigkeit 1000 Euro, da wir eine neue Tür brauchten etc. und eben ein Drittel der Reparaturkosten selbst bezahlen müssen. Sowas ertrage ich nur sehr schwer.

30. Juli Internationaler Tag der Freundschaft

„Freunde sind die Familie, die man sich aussucht.“

Ich habe einen sensationell tollen Freundeskreis und bin immer wieder beglückt, wenn ich mich mit ihnen treffe. Für alle Tage des Jahres wünsche ich Euch auch die besten Freunde, die immer für einen da sind, einen stärken und empowern aber vor allem zum Lachen bringen und lieben, so wie man ist.

Und nur zur Info, der 30. Juli ist auch der Internationale Käsekuchentag!

Letzter Freitag im Juli System Administrator Tag

Sie stehen in dem Ruf nicht sozial kompatibel zu sein und eine Sprache zu sprechen, die nur ihr Berufszweig versteht, aber mal ehrlich, wo wären die Firmen dieser Welt, wenn es nicht die treue Seele gäbe, die halb im Server-Raum lebt und dafür sorgt, dass die Kisten, ohne die viele von uns nicht arbeitsfähig wären, laufen und laufen und laufen. Die Helden, die die ganzen feindlichen Angriffe abwehren und uns die Trojaner, Viren und Phishings vom Hals halten: Also lasst Euch feiern, liebe Sysadmins und Chefs: gebt doch mal einen aus!

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Kunstwerk der Woche – Hasen, Esel und ein Mittsommernachtstraum

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Wenn man mit der schwedischen Kultur verbunden ist, bekommt Midsommar eine völlig neue Bedeutung. In Schweden ist es eine wunderschöne Tradition den Tag mit sommerlichen Feiern zu verbringen. Es gibt Erdbeeren und Kränze im Haar und all das was uns die Landfrau, Landhaus, Landfreude, Landgenuss, Landgarten, Landstil und wie sie nicht alle heißen Zeitschriften als sommerliches Gartenfestidyll zeigen, wird in Schweden gelebt. Bilder zu diesem fröhlichen Treiben finden sich im Internet viele, Gemälde fast keine. Daher habe ich mich heute, da ich bei der Recherche nach Midsommar natürlich drauf gestossen bin, für Shakespeares Ein Sommernachtstraum entschieden, weil das im Original ja auch A Midsummer Night’s Dream heißt.

Da ich gerade einen Kursabend zu Shakespeare in der Kunst vorbereite ist das natürlich sehr passend und zeigt mal wieder wie bildreich Shakespeare ist. Ich habe kein einziges seiner Stücke wirklich gelesen. Ich weiß bei vielen aber natürlich worum es geht und ich habe etliche Verfilmungen und Theaterstücke gesehen.

Am liebsten mag ich VIEL LÄRM UM NICHTS, weil ich die Wortwechsel zwischen Beatrice und Benedict so geistreich finde. Außerdem fließt nicht so viel Blut wie bei Heinrich V und Hamlet.

Heute aber nun ein Kunstwerk aus dem Sommernachtstraum mit dem oft dargestellten eselköpfigen Zettel und Titania, die ihn anhimmelt.Vierter Aufzug – Erste Szene

Titania.
Komm, laß uns hier auf Blumenbetten kosen!
Beut, Holder, mir die zarte Wange dar:
Den glatten Kopf besteck ich dir mit Rosen
Und küsse dir dein schönes Ohrenpaar.

Damit wünsche ich Euch einen traumhaften Start in den Sommer, der hierzulande wirklich sonniger sein könnte.

Titel: Titania und Zettel

Künstler: Edwin Landseer (1802-1873)

Daten/Fakten: um 1848-51), 82 x 133 cm, Öl auf Leinwand

Aufbewahrungsort: National Gallery of Victoria, Melbourne, Australien

Kunstwerk der Woche – Eine Anamorphose aus Flensburg fasziniert mich seit Tagen

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Die meisten Leser wissen ja, dass ich einen Volkshochschulkurs bespaße, der wirklich schon seit vielen Jahren mehr oder weniger konstant mit den gleichen Leuten besetzt ist. Die längste Verweildauer hat eine Frau, die seit 12 Jahren dabei ist. Hin und wieder kommen ein paar neue Gesichter dazu, denen wir es hoffentlich leicht machen, sich bei uns wohlzufühlen. Manchmal trennen sich die Wege dann wieder, weil berufliche Verpflichtungen oder ein anderes Hauptinteresse die Zeit an anderen Stellen benötigen. Bedauern tun dies in der Regel beide Seiten, denn der Kurs lebt vor allem von den Teilnehmern und diese wären nicht da, wenn sie das Thema nicht interessieren würde.

Warum schreibe ich das alles: Einer dieser ehemaligen Teilnehmer, Heribert, hat mir vor einigen Tagen eine Mail inklusive einiger Fotos geschickt, die er bei einem Besuch in Flensburg gemacht hat. Eine wirklich sensationelle Entdeckung meiner Meinung nach und ich habe mich irre gefreut, dass er sich an mich erinnert hat und dachte, dass mich das interessieren würde. UND WIE MICH DAS INTERESSIERT!!! Vielen Dank also auch an dieser Stelle.

Das Werk ist eine Anamorphose, das heißt es ist ein Kunstwerk, dass nur in einem bestimmten Winkel oder mit Hilfe z.B. eines Spiegels sichtbar wird. So was ähnliches wie eine Täuschung. Es sind schmale Holzstreifen die in einem konkreten Winkel angebracht sind und so für das Auge von einem Standpunkt aus zu einem Bild verschwimmen. Man sieht entweder die Kreuzigung Christi oder seine Auferstehung. Eine wirklich brilliante Methode besonders für diese beiden Geschichten aus dem Neuen Testament.

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Direkt von Vorne ist es daher auch etwas schwieriger ein konkretes Motiv zu erkennen. Der Effekt ist der gleiche, wie er bei diesen Hologramm-Postkarten benutzt wird, oder in manchen Fußball-Stadien für die Bandenwerbung, nur das dieses Beispiel aus dem Jahr 1700 stammt und ich sowas vorher noch nie aus dieser Zeit gesehen habe. Die KünsterIN!!! die es geschaffen hat, wird von der Kirche in der es hängt als Catharina Staken genannt. Ich bin wirklich begeistert, beeindruckt und finde es, um mit meinem Lieblingsvulkanier zu sprechen: Faszinierend.

Mehr war aber leider nicht herauszufinden auf die Schnelle. Es befindet sich in der Sankt Nikolaikirche in Flensburg. Wenn jemand ein Werk gleicher Machart kennt, oder etwas über Catharina Staken weiß, ich würde mich sehr freuen.

Damit wünsche ich einen guten Start in eine frühsommerliche Woche.

Kunstwerk der Woche – Barockmalerin Judith Leyster bringt uns die Flötentöne bei

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Die Kunst ist wie ein riesiger Ozean voller Persönlichkeiten. Immer wieder trifft man auf Exemplare, die man noch nicht kannte. Vor einiger Zeit habe ich einen Abend zum Thema Künstlerinnen vorbereitet. Dabei ging es in erster Linie um die Bedingungen und die Voraussetzungen für Künstlerinnen in früheren Jahrhunderten und die waren alles andere als einfach. Frauen war es verboten bestimmte Elemente der Künstlerausbildung zu besuchen (etwa Aktstudien egal ob das Modell weiblich oder männlich war) außerdem sprachen viele Theoretiker und Kritiker Frauen die Potenz ab um schöpferisch tätig zu sein. Sie sollten lieber Weben, Porzellanmalerei oder Minaturen malen und als Motive liebliche Stillleben. Für die höchste Kunst – die Historienmalerei – fehlte ihnen damit eine wichtige Grundlage (das Studium des menschlichen Körpers).

Frauen hatten eigentlich nur drei Möglichkeiten Künstlerin zu werden und das bedeutete noch nicht, dass sie auch anerkannt waren, das hat nämlich tatsächlich nur eine kleine Gruppe von ihnen geschafft.

Möglichkeit 1: Man ging ins Kloster. Da gab es immer Aufträge für Buchmalereien oder Miniaturen. Alles im Dienste Gottes und ohne Signaturen zu hinterlassen, versteht sich.

Möglichkeit 2: Man hatte einen reichen Vater, der exzentrisch genug war der Tochter die Ausbildung zu erlauben. Nachteil: In der Regel war es von den Vätern als sinnvolle Ergänzung der Fertigkeiten einer Ehefrau und Mutter gedacht, ernst genommen wurden diese Frauen nur selten.

Möglichkeit 3: Der eigene Vater war Künstler und man wuchs quasi im Atelier mit auf. Töchter wurden gerne mit Handlangertätigkeiten betraut (Pigmente mahlen, Farben anrühren, Leinwände bespannen, Grundieren,…). Manche hatten das Glück offiziell Teil der Auszubildenden-Schar zu sein, andere schnappten hier und da alles nötige auf und wieder andere schlichen sich heimlich zum Unterricht.

Die berühmtesten Künstlerinnen, die auch Anerkennung in ihren jeweiligen Gebieten fanden sind sicherlich Sofonisba Anguisola in der Renaissance, Artemisia Gentileschi im Barock und Angelika Kauffmann im Klassizismus. Daneben natürlich Maria Sybilla Merian, die als Naturforscherin und Botanische Illustratorin weit bekannt und akzeptiert war.

Bei der Vorbereitung auf den Kurs lernte ich nun eine Künstlerin kennen, die ich bis dato noch nicht kannte, die mich aber sehr begeistert hat. Interessanterweise ist es bei einigen ihrer Bilder geschehen, dass findige Kunsthändler ihre Signatur mit der von Frans Hals übermalten, da der auf dem Kunstmarkt viel mehr einbrachte. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie entdeckt, als man im Louvre die Übermalung erkannte und die ursprüngliche Signatur der Künstlerin Judith Leyster wieder sichtbar machte. Mich hat die Qualität der Werke begeistert. Aber bildet Euch selbst ein Urteil.

Damit wünsche ich einen guten Start in die Woche, deren Temperaturen für meinen Geschmack deutlich steigen könnten – brrrrrrr.

Titel: Junger Flötenspieler

Künstler: Judith Leyster (1609– 1660)

Daten/Fakten: um 1635, 73 x 62 cm, Öl auf Leinwand

Aufbewahrungsort: Schwedisches Nationalmuseum, Stockholm

Desktopkalender 2015 #JUNI

JuniOweia, ich dachte wirklich, dass ausser meiner Freundin Ines und mir niemand den Desktopkalender nutzt und es würde gar nicht auffallen, wenn der Mai ausfällt, aber weit gefehlt. Mich haben einige Mails erreicht mit der Frage, wo der Mai geblieben ist und ganz ehrlich, wettertechnisch frag ich mich das auch. Was nun den Desktopkalender betrifft – ich habs einfach nicht geschafft. Seit der Gründung ist es recht umtriebig bei mir und ich hatte es aus dem Auge (besser gesagt aus der ToDo Liste) verloren und zack war Mai.

Nun ist es also an der Zeit wenigstens den Juni Kalender rechtzeitig an den Start zu bringen. Ich liebe Origami-Grafiken sehr und daher war das Origami-Boot naheliegend. Leider dauert es immer wirklich lange die kleinen Icons für die besonderen Tage zu kreieren, daher wird es die zukünftig nicht immer geben oder nur dann wenn einfach genug Zeit ist. Die Tage habe ich aber trotzdem aufgelistet.

Und nur weil ich auch schauen musste, wenn Ihr nicht wisst welche Größe die richtige für Euren Computer ist, gibt es hier einen LINK.Wenn Ihr den aufmacht zeigt Euch die Seite Eure Auflösung an.

1. Juni Weltmilchtag

Da sag noch einer, dass kuriose Gedenktage und ähnliches nicht zur Bildung beitragen. Der Weltmilchtag soll weltweit für den Genuß von Milch als gesundes Getränk werben. Im Netz fand ich den Hinweis diesen Tag bitte nicht mit dem Weltschulmilchtag zu verwechseln, der im September stattfindet. O.k. machen wir nicht. Trinkt doch heute mal ein Gläschen Milch. Ich mag Milch am liebsten geschäumt und heiß in meinem Kaffee.

3. Juni Europäischer Tag des Fahrrades

Ob mein Heimtrainer da auch gefeiert werden kann? Ich machs jetzt einfach mal.

5. Juni Weltumwelttag

Eigentlich müsste es wohl eher das Weltumweltjahr geben. Ein Tag alleine reicht da bei weitem nicht mehr aus.

12. Juni Welttag gegen Kinderarbeit

Besser man würde mehr dagegen tun als so einen Tag ins Leben zu rufen, aber es gibt ja Institutionen, die was machen.

17. Juni Welttag gegen die Wüstenbekämpfung und die Dürre

Manchmal gibt es Vergleiche von alten und aktuellen Satellitenaufnahmen, die Wüstengebiete und deren Ausbreitung zeigen. Beim letzten Treffen der Regionalgruppe der DGSF (Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie) wo ich die Protokolle zeichne, sagte eine Teilnehmerin angesichts einer Diskussion über die Relevanz Systemischer Arbeit im Flüchtlingskontext zurecht, dass bedingt durch den Klimawandel, die Menschen bald nicht mehr nur vor Konflikten flüchten sondern auch aus Gebieten, die bedingt durch die veränderten und noch extremer werdenden Lebensumstände nicht mehr bewohnbar sind.

21. Juni  Deutschlandweiter Tag des Schlafes

Habt Ihr Schlafprobleme? Ich überhaupt nicht – gott sei dank – ich lege mich hin und zack weg bin ich. Manchmal habe ich das Gefühl ich bin gar nicht müde, aber in dem Moment wo ich es Marcus sage, der neben mir schon wegdämmert, bin ich auch schon eingeschlafen und Marcus ist dann wach. Beim Tag des Schlafes geht es darum für die Themen Schlafdefizit und Schlafstörung zu sensibilisieren und das ist ein ernstzunehmendes Problem.

27. Juni  Aktionstag  international  Weltdufttag und natürlich Siebenschläfer

Das dritte Wochenende im Juni  Tag der Musik.

Das letzte Wochenende im Juni Tag der Architektur

So es gibt noch unglaublich viele mehr, aber das muss für heute reichen.

Viel Spaß damit und hier noch die gängigen Formate zum runterladen.

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1920 x 1080
1680 x 1050
1600 x 1200
1280 x 1024

Solltet Ihr nicht wissen, wie man einen neuen Desktophintergrund ändert: Einfach Rechtsklick auf die Datei, nachdem Ihr sie heruntergeladen habt und dann den Punkt “Als Desktophintergrund auswählen” anklicken.

Solltet Ihr ein anderes Format brauchen, schickt mir einen Kommentar, ich versuche was ich machen kann.

Sonntagsmatinée #12

gelb

Es gibt Werke der klassischen Musik, die sind wahrscheinlich für Musikwissenschaftler sowas wie die Sonnenblumen von van Gogh für Kunsthistoriker (ein bißchen zu oft, ein bißchen zu beliebt, ein bißchen zu beliebig). Gut also, dass ich keine Musikwissenschaftlerin bin, denn sonst gäbe es heute wohl was anderes auf die Ohren.

Jedesmal jedenfalls, wenn ich das Stück höre, das die heutige Sonntagsmatinée füllt, denke ich: OHHHH WAAAAAHHHHNSINNN!!! Ist das gut!! Das liegt aber vielleicht auch an meiner Vorliebe für dynamische Oppulenz in der Klassik. Ich mag wenns scheppert, kracht und richtig was los ist.

Daher heute CARMINA BURANA von Carl Orff (1895-1982). Das ist Oppulenz in Reinkultur! Und weil ich mich nicht für ein Stück entscheiden wollte, gibt es das komplette Werk.

Damit wünsche ich Euch einen spektakulären Sonntag.

Kunstwerk der Woche – dank Manet sah Spargel nie schöner aus

Edouard_Manet_Bunch_of_Asparagus

Ich liebe Spargel und ich frag mich immer, wieso es die Menschen schaffen (na ja die meisten) bei Spargel die saisonalen Vorgaben ohne Murren einzuhalten und ihn tatsächlich nur zwischen April und Juni zu essen, wobei ich Weihnachten ägyptische Erdbeeren zwischen Rotkohl und Kartoffeln sehe. Wir essen Spargel nur zur Spargelzeit und daher ist es ein wirkliches Fest die ersten Stangen im April zu verputzen.

Der berühmte Impressionist Edouard Manet bettet die weißen Köstlichkeiten auf dem Gemälde, das sich heute in Köln befindet, auf einem Bett aus Salat, der für mich wie Rucola aussieht. Noch etwas was ich sehr mag. Es ist nicht unbedingt ein sehr beliebtes Motiv gewesen, daher umsomehr ein Kunstwerk der Woche wert.

Es ist eigentlich im Stil der niederländischen Barockstillleben gemalt aber der Kritiker Georges Bataille fand es so gut, dass er meinte: „Dieses Bild ist nicht etwa eine gewöhnliche „Nature morte“, sondern ein heiteres Stillleben.“

Manet verkaufte das Gemälde jedenfalls an Charles Ephrussi für 800 Francs. Diesem gefiel es so gut, dass er 1000 Francs bezahlte worauf ihm Manet noch ein weiteres Bild malte

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und es mit den Worten: „In Ihrem Bündel fehlte noch eine Stange.“ übergab.

Solche Geschichten liebe ich sehr. Damit wünsche ich Euch einen guten Start in die Woche und vielleicht isst ja der/die ein oder andere diese Woche ein wenig Spargel und denkt an Manet.

OBEN: Titel: Ein Bündel Spargel

Künstler: Edouard Manet (1832– 1883)

Daten/Fakten: 1880, 46 x 55 cm, Öl auf Leinwand

Aufbewahrungsort: Wallraf-Richartz-Museum Köln

 

UNTEN: Titel: Eine Stange Spargel

Künstler: Edouard Manet (1832– 1883)

Daten/Fakten: 1880, 16,5 x 21,5 cm, Öl auf Leinwand

Aufbewahrungsort: Musée d’Orsay, Paris